Der häufigste Fehler, den ich bei Gründer:innen sehe
Ich bin inzwischen seit 10 Jahren selbstständig und sehe immer wieder denselben Fehler.
Ironischerweise beginnt er oft mit einer Anfrage für Businessfotos.
Kaum ist die Idee zur Selbstständigkeit geboren, sollen direkt Bilder entstehen. Das kann ich gut verstehen. Schließlich möchte man die eigene Geschäftsidee sichtbar machen. Man möchte endlich loslegen, die Website erstellen, Social Media bespielen und Kund gewinnen.
Doch genau an diesem Punkt stelle ich oft fest, dass etwas Entscheidendes noch fehlt: das Fundament.
Wenn ich nach den Grundlagen frage, wird es häufig still:
Hast du dein Angebot klar definiert?
Wer ist deine Zielgruppe?
Wie möchtest du wahrgenommen werden?
Gibt es bereits ein Branding oder eine Website?
Welche Botschaft sollen die Bilder transportieren?
Und die Liste ließe sich noch weiter fortsetzen.
Natürlich könnte ich einfach sagen: „Kein Problem, wir machen die Fotos.“
Schließlich verdiene ich damit mein Geld.
Aber ich bin überzeugt, dass gute Businessfotos mehr sind als schöne Bilder. Sie sind ein Kommunikationsmittel. Sie sollen zeigen, wer du bist, wofür du stehst und warum Kund gerade mit dir arbeiten sollten.
Das Problem: Wenn diese Grundlagen noch nicht klar sind, können auch die Bilder diese Fragen nicht beantworten.
Manchmal vergleiche ich das mit einem Produkt. Bevor die Verpackung gestaltet wird, sollte klar sein, was eigentlich darin steckt. Niemand würde eine Verpackung entwickeln, ohne das Produkt zu kennen.
Genau deshalb spreche ich mit meinen Kund vor dem Shooting nicht nur über Kleidung, Farben oder Bildideen. Wir sprechen auch über Positionierung, Zielgruppe und die gewünschte Wirkung.
Denn die besten Businessfotos entstehen nicht dann, wenn man möglichst früh Fotos macht.
Sie entstehen dann, wenn das Fundament steht und die Bilder genau das sichtbar machen, was ein Unternehmen ausmacht.

